Die Grundidee

Aufgrund der weiterhin ansteigenden Lebenserwartung nimmt die Anzahl der älteren, begleitungsbedürftigen Menschen in Deutschland absolut und relativ zu. Dementsprechend steigt die Anzahl der Menschen in Altenheimen deutlich, ebenso die Anzahl der Heime. Auch die Anzahl der einsamen und begleitungsbedürftigen Menschen zuhause steigt. Zu diesen Personen gehören Angehörige, die sich eine gute Begleitung ihrer Verwandten wünschen

Ebenfalls steigt die Anzahl der pflegenden Personen, die ihrerseits starken Belastungen ausgesetzt sind. Auch diesen soll eine Begleitung angeboten werden.

Zur Begleitung der Menschen gehört die geistliche Dimension in ihrem umfassenden Verständnis. Angesichts der beschleunigt in den Jahren 2020 bis 2030 zurück gehenden Anzahl von Pfarrer/ innen zur Anstellung/ im Entsendungsdienst/ im Dienstauftrag, die in regulären Pfarrstellen benötigt werden, wird die Anzahl der Pfarrpersonen in Altenheimen aus diesem Kontingent im laufenden Jahrzehnt sehr deutlich reduziert.

Simeon und Hanna will eine würdige Begleitung der älteren Menschen unter erschwerten Bedingungen sowohl sichern als auch verbessern. Diese soll mit Menschen unterschiedlicher beruflicher Herkunft mit Schwerpunkt auf pastoraler Orientierung geschehen. Ebenso sollen Ehrenamtliche eingebunden werden.


Die Ziele

Sicherstellung von geistlicher Begleitung in bisher betreuten Häusern.
Die Erweiterung von geistlicher Begleitung in bisher noch nicht erreichten Häusern.
Die Angebote sollen sich an die Bewohnenden, die Mitarbeitenden und die Angehörigen richten.

Der Kontakt mit zuhause lebenden, begleitungsbedürftigen Menschen, die bisher nicht erreicht wurden.

Die Entlastung von Gemeinden und Kirchenkreis im Blick auf die Versorgung der Altenheime.

Die Unterstützung von Gemeinden in der Seelsorge an alten Menschen zuhause.

Erschließung der Mitarbeit zusätzlicher Personen.

 

Das Besondere des Vorhabens

Für die Arbeit sollen im pastoralen Bereich Ruheständler/innen gewonnen werden, die sich über das Gastpfarramt zu einer verbindlichen, kontinuierlichen Tätigkeit bereit erklären. Die Gesellschaft ist für weitere Mitarbeitsformen offen.

Die Arbeit soll zum einen in den Ordnungen unserer EKVW geschehen, in enger Kooperation und Absprache mit den örtlichen Gemeinden sowie dem Kirchenkreis.

Zum anderen soll sich Simeon und Hanna selber steuern und ohne parochiale Grenzen flexibel auf die lokalen und regionalen Erfordernisse im gesamten Kirchenkreis eingehen können.

Sehr günstiges Verhältnis von eingesetzten Mitteln und erzieltem geistlichem Arbeitsvolumen.

Die notwendigen Ressourcen

Pro eingesetzte Pfarrperson 6.000 bis 12.000 € jährlich, bei einem Engagement von 50 bis 100 % spezifisch definierten Dienstes.

Sinnvoll ist ein Verwaltungsvolumen, das teilzeitlich als „add- on“ zB zur Beschäftigung in einem Gemeindebüro erbracht wird, somit entsprechend der Stundenzahl EG 5/6 Entlohnung.

Anteilige Raumkosten im Büro.

Eine kostenfreie Nutzung von Gemeindehäusern, wo nötig, wird angesichts der genuinen gemeindlichen Aufgabe erwartet, wobei im Wesentlichen Nutzungen der Gemeinschaftsräume in den Altenheimen vorzusehen sind.

Auslagenerstattung für die Mitarbeitenden.

Ggfs. Grundausstattung mit Geräten zum liturgischen Gebrauch sowie Gesangbücher.

Das Projekt befindet sich in der Phase der Vorbereitung

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Ideengeber

  • Ingo Maxeiner
  • Bettina Wirsching

Mitwirkende

Antje Lewitz-Danguillier, Eva Schröer, Astrid Sperlinger-Rachilin, Ruth Niehaus, Morya Gnanko

Sie möchten sich an der Weiterentwicklung dieser Projektidee beteiligen? Schreiben Sie uns einfach eine kurze E-Mail. Wir freuen uns auf Sie!